Libyen im Wandel

Vor nicht allzu langer Zeit war Libyen noch ein Schurkenstaat. Gaddafi als Vertreter des Bösen, wurde auf den Index gesetzt. Mit dem Zusammenbruch des Kommunismus wandelte sich Gaddafi vom Saulus zum Paulus. Schnell distanzierte sich der selbst ernannte Revolutionsführer von Weltrevolution und Terror. Libyen wurde mit offenen Armen im Kreis der demokratischen Länder aufgenommen. Hofiert von den Repräsentanten der Industrieländer, wollten sie nur sein Bestes: sein Öl.

Der Terror nach außen ist Geschichte, aber der Terror nach innen bestimmt bis zum Ende von Gaddafis Herrschaft das Leben in Libyen. Ahnungslos wie demokratische Politiker sich zu geben haben, wenn die öltriefende Notwendigkeit ihr Tun bestimmt; übersahen sie den Terror gegen das libysche Volk. Jetzt wankt der Stuhl und sinkt die Macht des Diktators in den Staub der Weltgeschichte. Die Politiker der westlichen Demokratien dürfen den wahren Charakter der Herrschaft Gaddafis endlich (wieder) erkennen. Wer braucht ihn noch? Deshalb können sie ihn fallen lassen und wechseln schnell die politische Seite. Jetzt gilt es, sich den vormalige Rebellen und neuen politischen Hoffnungsträgern des ölreichen Libyens zu zuwenden.

This entry was posted on Monday, August 29th, 2011 at 19:45 and is filed under Politik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

One Response to “Libyen im Wandel”

  1. Nick Says:

    Die eigentlichen politischen Drahtzieher sind nie diejenigen, die in der Öffentlichkeit stehen, dann wären sie nämlich angreifbar. Im Hintergrund weiß niemand von Ihnen und es kann immer weiter gehen…

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