Die Sinnhaftigkeit der Lesezirkel in der heutigen virtuellen Welt

Warum müssen heute eigentlich noch Zeitschriften, Tageszeitungen und Magazine gedruckt werden, wenn man doch alles auch im Internet nachlesen kann?

Diese Frage stellten wir uns jüngst im Freundeskreis. Klar ist da was dran, denn wenn man auf den Druck verzichten würde, könnte auch die Umwelt geschont werden. Dass die Redakteure und so bezahlt werden müssen, ist auch klar. Aber das ginge, indem man einfach die Downloads kostenpflichtig macht. Vor allem hätte man dabei den Vorteil, dass man FAZ und so problemlos auch in den Staaten als aktuelle Ausgabe lesen könnte. Sind also die Lesezirkel als Relikt einer alten Zeit überflüssig? – Nein, sind sie natürlich nicht. Da muss ich mir bloß meine Großeltern angucken. Oma und Internet? – Oh weh, da muss ich mir das Lachen verkneifen. Aber aufs Lesen würde sie trotzdem nie verzichten. Es ist neben dem Garten das einzige Hobby und dadurch bleibt sie geistig fit. Auch die Vorstellung, mit einem Netbook oder einem eBook-Reader beim Frisör zu sitzen, ist einfach nur lustig. Und die Langeweile im Wartezimmer der Fachärzte würde sicher nicht nur mich wütend machen. Lesezirkel sind also auch in einer zunehmend vom Internet bestimmten Welt noch eine unverzichtbare Sache. An der Erkenntnis komme selbst ich nicht vorbei, auch wenn ich zu denen gehöre, die sich sogar schon einen Tablet PC zugelegt haben, mit dem man von überall aus auf die Inhalte des Internets zugreifen kann.

This entry was posted on Friday, April 15th, 2011 at 22:22 and is filed under Alltag. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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