Reaktionen auf Libyen

Seit Wochen versucht das lybische Volk ihren größtenteils verhassten Diktator mit einer Revolution aus dem Land zu jagen. Bisher leider ohne Erfolg. Was in Ägypten gut geklappt hat, funktioniert in Libyen nicht. Gaddafi klebt buchstäblich an seiner Macht und verteidigt diese mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln.

Nun sah sich der Westen wieder einmal gezwungen, in das Geschehen in Ostafrika einzugreifen und die Rebellen, die weder einen Plan noch eine Strategie haben, zu unterstützen. Nur Deutschland hat es vorgezogen, sich aus den Kampfhandlungen herauszuhalten. Man möchte eher mit weiteren Sanktionen und mit humanitärer Hilfe für die Bevölkerung den Diktator in die Knie zwingen. Gaddafi begrüßt die deutsche Haltung. Der Rest der Welt schüttelt mehr oder weniger nur den Kopf.

Denn was möchte Deutschland damit wirklich erreichen? Will die Regierung nur „gut dastehen“? Oder hat sie Angst, dass der Kampf im Libyen ähnliche Ausmaße annehmen könnte wie in Afgahnistan oder dem Irak? Immerhin wurde dort der militärische Einsatz auch nur für eine kurze Zeit geplant. Inzwischen wurden Milliarden von Dollar verschossen, viele Soldaten auf beiden Seiten haben ihr Leben verloren. Aber ein Ergebnis konnte noch nicht erzielt werden.

Vielleicht möchten diese Länder auch gar nicht unsere „Hilfe“? Vielleicht wollen sie einfach ihr Leben so leben, wie sie es schon immer getan haben? Abseits von moderner Technik und in ihrem Glauben?

This entry was posted on Sunday, April 3rd, 2011 at 20:15 and is filed under Politik. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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